Bauen am Spreeufer ist Frauensache

Bauen am Spreeufer ist Frauensache

Berlin ist in vielen Bereichen Deutschlands modernste Großstadt. Aber eben nicht in allen. Reichlich traditionell geht es beispielsweise in der Baubranche der Hauptstadt zu. So werden die großen Bauvorhaben in Berlin ganz überwiegend von Männern verantwortet, die bestens vernetzt und schon lange am Markt aktiv sind. Am Charlottenburger Spreeufer ist nun ein Projektentwicklerteam angetreten, bei dem das Bauen Frauensache ist: Zwei Irinnen wollen im Verbund mit einer Berliner Architektin an der Ecke Wegley- und Englische Straße eine Wohnanlage mit 272 Wohnungen errichten. Die Bauarbeiten für das Projekt haben bereits begonnen.

“In Irland ist es nichts Ungewöhnliches, dass Frauen als Projektentwicklerinnen tätig sind”, sagt Denise Cannon. Die 31-Jährige Stadtplanerin und ihre 38-jährige Schwester, die Wirtschaftsprüferin Ann Cannon, sind am Berliner Bauträger-Markt auch deshalb eine echte Ausnahmeerscheinung, weil sie aus Irland kommen und für Berliner Verhältnisse sehr jung sind. Aber in der Praxis habe ihnen das keine Probleme bereitet, versichern die Schwestern. “Wir hatten ja Caroline. Die hat uns jeden erforderlichen Schritt im Berliner Planungsgeschäft geduldig von Anfang an erklärt”, sagt Ann. Die Rede ist von Caroline Stahl, 41, die als Architektin für die Umsetzung des Projekts verantwortlich ist…

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